Gräßle in Böbingen für die Untertunnelung der B29

Gräßle in Böbingen

Von links: CDU-Bundestagskandidatin Dr. Inge Gräßle, das Aktionsbündnis mit den Herren Betz, Dr. Högerle und Gold, Böbingens Bürgermeister Jürgen Stemple und der Gmünder OB Richard Arnold.

Die Entschossenheit und den Rückhalt der ganzen Region für die Untertunnelung der B 29 bei Böbingen demonstrierten gestern Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold, die CDU-Bundestagskandidatin Dr. Inge Gräßle, der Böbinger Bürgermeister Jürgen Stempfle und die Sprecher des Aktionsbündnisses, Manfred Gold, Dr. Peter Högerle und Otto Betz. Inzwischen liegen alle bislang fehlenden Informationen in Berlin vor, sodass eine Entscheidung wohl getroffen werden könnte. Bei einem Treffen im Remspark in Böbingen unterstrich Arnold die überregionale Bedeutung des Projekts: „Es geht um Aalen, Essingen und Gmünd: Die B 29 ist die Ost-West-Lebensader für unseren Raum.“ 

Gräßle sprach von einer „Jahrhundertchance“, die einzigartige und nur mit einem Tunnel zu verwirklichende Entwicklungschancen böten. „Künftige Generationen würden uns großes Versagen vorwerfen, wenn wir jetzt nicht zu einer solchen nachhaltigen Lösung kämen.“ Gräßle kündigte ein erneutes Schreiben an das Bundesverkehrsministerium an mit der Bitte um eine rasche politische Entscheidung für den Tunnel. Bürgermeister Stempfle präsentierte Überlegungen zur möglichen Nutzung des Geländes über dem Tunnel, etwa für „Jugend und Bildung für unseren Wirtschaftsraum in voller Transformation“. Das Aktionsbündnis verwies darauf, dass die Menschen in Böbingen erwarteten, dass auch sie bestmöglich geschützt und ihre Interessen bei der Entscheidung berücksichtigt würden.

Gräßle in Heuchlingen: Entwicklungschancen nutzen

 Entwicklungskorridore für die Gemeinde Heuchlingen forderte Bürgermeister Peter Lang im Gespräch mit der CDU-Bundestagskandidatin Dr. Inge Gräßle. Die Tallage und die Lein beschränke die Gemeinde weitgehend auf die Entwicklung innerörtlicher Freiflächen und „Enkelgrundstücke“, die oft jahrzehntelang vorgehalten würden. Strafzinsen für Barvermögen machten den Verkauf solcher Grundstücke für die Eigentümer zusätzlicher unattraktiv. Gräßle unterstrich, dass dieses Problem ihr in praktisch jeder der 34 Städte und Gemeinden im Wahlkreis vorgetragen würden. Bürgermeister Lang hob hervor, wie wichtig der kommunale Finanzausgleich des Landes für Heuchlingen sei, weil die Gemeinde wenig Gewerbesteuereinnahmen habe. „Wir haben immer rechnen und haushalten müssen,“ so der Bürgermeister und zeigte Gräßle stolz den neuen Kindergarten und den Ortskern. „Chancen nutzen“ sei ein Markenzeichen von Heuchlingen. Gräßle sicherte Lang ihre Unterstützung zu gegen Umsatzsteuerlasten für kommunale Leistungen, die im Zweckverband erbracht werden.

Fachkräfte gewinnen: Gräßle unterstreicht Beitrag der WIRO

Fachkräfte gewinnen: Gräßle unterstreicht Beitrag der WIRO

Von links: Die Chefin der WIRO, Nadine Kaiser, Inge Gräßle und die Chefin des Welcome Centers, Evgeniya Abdieva.

Die „besten Köpfe“ für Ostwürttemberg – die Anwerbung von auswärtigen nationalen und internationalen Fachkräften für die Unternehmen für die Region Ostwürttemberg stand im Mittelpunkt eines Gesprächs zwischen der CDU-Bundestagskandidatin Dr. Inge Gräßle und der Geschäftsführerin der Wirtschaftsfördergesellschaft Ostwürttemberg WIRO, Nadine Kaiser und der Leiterin des neuen Welcome Center Ostwürttemberg, Evgeniya Abdieva, in Schwäbisch Gmünd. Die Begleitung der interessierten Fachkräfte entlang der gesetzlichen Vorgaben, von der Suche des geeigneten Unternehmens bis zur Arbeitserlaubnis, den Sprachkursen bis zur Unterkunft: Die WIRO und das Welcome Center Ostwürttemberg unterstützten in vielerlei Hinsicht, um den Zuwanderungswilligen einen optimalen Start zu erleichtern. Dabei kämpften sie genauso mit fehlendem Wohnraum oder Problemen mit den Busverbindungen wie alle anderen.

 Die Nachfrage sei nach wie vor hoch, auch Handwerksbetriebe kämen auf WIRO und Welcome Center zu. Der bevorstehende Umbau der Automobilindustrie beschäftigt Gräßle besonders. Sie sei erleichtert, dass die bislang so erfolgreiche „Zukunftsinitiative Ostwürttemberg“ neu gestartet werde. „Hier hat die WIRO Bahnbrechendes für die Raumschaft geleistet“, sagte Gräßle. Kaiser verwies auf den „guten Branchenmix“ in der Region – von der Holzbe- und -verarbeitung über die Photonik bis zum Wasserstoff gebe es gute Grundlagen für Erfolge in der Zukunft. Gräßle ließ sich auch über E-Mobilitätsbetriebe, die Anbindung an die Landeslotsenstelle Transformation Baden-Württemberg und die Qualifizierungsangebote informieren. Hier fehle teilweise noch das Bewusstsein, dass rechtzeitige Weiterbildung im Interesse der Unternehmen sei. Bislang, da waren sich Gräßle und Kaiser einig, gebe es „mehr Angebote als Nachfrage.“

Gräßle: Bessere Anbindung an die S-Bahn ist notwendig

Von links: CDU-Vorsitzender Jan Ebert, Dr. Inge Gräßle, Burgstettens Bürgermeisterin Irmtraud Wiedersatz.

Von links: CDU-Vorsitzender Jan Ebert, Dr. Inge Gräßle, Burgstettens Bürgermeisterin Irmtraud Wiedersatz.

Einen Beitrag zur Lösung der Verkehrsprobleme von Burgstetten wünscht sich Burgstettens Bürgermeisterin Irmtraud Wiedersatz von der CDU-Bundestagskandidatin Dr. Inge Gräßle. „Eine kürzere S-Bahn-Taktung und eine darauf abgestimmtes Busverbindung bringt eine höhere Akzeptanz des öffentlichen Nahverkehrs und weniger Wartezeiten für die Nutzerinnen und Nutzer“, so Wiedersatz. Bei einem ersten Gespräch bat die Bürgermeisterin auch um Unterstützung bei der Sanierung der Landesstraße L 1114. Der auch für Burgstetten zuständige CDU-Ortsvorsitzende von Kirchberg, Jan Ebert, trat für den Lückenschluß des Radwegs zwischen Burgstall und Erbstetten entlang der Murr ein. Gräßle, die die Nachfolge von Norbert Barthle als Bundestagsabgeordnete antreten möchte, unterstützte die bessere Anbindung an die S-Bahn, zumal Burgstetten Modellkommune „Klima mobil“ sei. Sie sicherte zu, auf den Verkehrsverbund VVS zuzugehen und Burgstetten zu unterstützen. 

CDU-Bundestagskandidatin besucht Durlangen

News

Die strukturellen Probleme der Gemeinden im Ostalbkreis waren Gegenstand eines Gesprächs der CDU-Bundestagskandidatin Dr. Inge Gräßle mit dem Kreisvorsitzenden des Gemeindetags und Durlanger Bürgermeister Dieter Gerstlauer. Die Umstellung des Rechnungswesens von der Kameralistik auf die dopische Buchhaltung bewirke, dass 86% der Gemeinden in Baden-Württemberg die jährliche Abschreibungen nicht erwirtschaften könnten. Im Ostalbkreis seien es 36. Das drücke auf die Möglichkeiten zu Investitionen. Gräßle sicherte zu, in diesem Bereich aktiv zu werden: Es mache keinen Sinn, Investitionen zu opfern. Beim öffentlichen Nahverkehr stellte Gerstlauer ein „Stadt-Land-Gefälle“ fest. Ein gut ausgebauter Schülerverkehr sei notwendig, allerdings stelle man vielerorts ohne die Schüler leere Busse fest. Gerstlauer trat für Realismus beim Ausbau des Nahverkehr ein; mehr Nahverkehr führe nicht zu besserer Nutzung. Die Mobilisierung von Bauland war ein weiteres Thema. Gräßle nahm mit, dass zur Mobilisierung von innerörtlichem Bauland gesetzgeberische Maßnahmen nötig seien. Gerstlauer präsentierte die Aktivitäten in Durlangen zur Sicherung örtlicher Einkaufsmöglichkeiten und einer Stützung der Daseinsvorsorge.

Besuch in Spraitbach

Bürgermeister Johannes Schurr, Dr. Inge Gräßle, CDU-Ortsvorsitzender und Gemeinderat Stefan Mord.

Bürgermeister Johannes Schurr, Dr. Inge Gräßle, CDU-Ortsvorsitzender und Gemeinderat Stefan Mord.

Die Initiativen zur Digitalisierung der Gemeindeverwaltung, das Ratsinformationssystem, die Bundesstraße 298 mit der Gestaltung der Ortsmitte, die Baulandgewinnung und die Feierlichkeiten zum 725jährigen Gründungsjubiläums Spraitbachs – das waren die Themen eines ersten Austauschs zwischen dem Spraitbacher Bürgermeister Johannes Schurr und der CDU-Bundestagskandidatin Dr. Inge Gräßle, die mit dem CDU-Ortsvorsitzenden und Gemeinderat Stefan Mord ins Rathaus gekommen war. Der Breitbandausbau für die „weißen Flecken“ sei praktisch abgeschlossen, bei den „grauen Flecken“, den Anschluß von einzelnen Höfen müsste sich alle auch Effizienzfragen stellen, vor allem, da oftmals ein sehr großer Aufwand für nur wenige potentielle Nutzer betrieben werden muss. Wohnungsleerstände bei gleichzeitigem Wohnraummangel: Bürgermeister Schurr berichtete, wie er vor Ort versuche, für mögliche Vermieter die Vermietungen attraktiv zu machen. 

Spraitbach sei eine begehrte Wohngemeinde und habe 85 Interessenten für 25 Bauplätze: Den Flächenverbrauch gering halten, war ein Anliegen des Bürgermeisters. Gräßle sicherte ihm ihre Unterstützung bei der Verkehrsberuhigung der Bundesstraße 298 im Ort zu: Wenn eine Gemeinde „mit der Straße leben will, aber besser als bisher“, wie Bürgermeister Schurr es ausdrückt, sei das im Interesse auch des Bundes.

Gräßle: Fertigung vor Ort halten

Besuch bei Südwest Metall

Dr. Inge Gräßle & Markus Kilian

Die Veränderungen in der Metallindustrie im Raum Gmünd standen im Mittelpunkt eines ersten Kennenlern-Gespräch der CDU-Bundestagskandidatin Dr. Inge Gräßle mit dem auch für den Gmünder Raum zuständigen Geschäftsführer des Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbands, Markus Kilian in Aalen. Das Aus des Verbrennungsmotors bei Audi ab 2027 bereitet der Region zusätzliche Kopfschmerzen. Zulieferer seien Betroffene, ohne selbst auf Entscheidungen der Automobilindustrie Einfluss nehmen zu können. 

„Die Unternehmer fühlen sich immer häufiger als Lastesel“ so Kilian und wies auf die jüngste Gesetzgebung hin, vom Lieferketten-Gesetz über Test- und Homeoffice-Pflichten bis zur ständigen Verschärfung von Klimazielen. „Wirtschaft sind wir alle“, so Kilian, was bei Gräßle auf Verständnis stieß. Gräßle unterstrich ihr Interesse an einer guten und verständnisvollen Zusammenarbeit, zum Wohl der Menschen in der Region: Sie beobachte einen gewissen Verlagerungsdruck, deshalb sei es absolut notwendig, Fertigungstiefen in der Produktion vor Ort zu halten.

Wie kann die Altenpflege den Nachwuchs sichern?

Besuch Pflegeforum

Wie kann die Altenpflege den Nachwuchs sichern? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines ersten Austauschs der Aktion Jugendberufshilfe in Ostwürttemberg (AJO) e.V., Vertreterinnen und Vertretern des Pflegebereichs, der zuständigen Berufsfachschule und der CDU-Bundestagskandidatin Dr. Inge Gräßle.

Ergebnis war eine Reihe von Vorschlägen und Forderungen aus dem Bereich Pflege – und eine Vereinbarung, künftig jährlich zusammen zu kommen, um den Dialog fortzusetzen. Eine Zielgruppe für die Ausbildung zur AltenpflegehelferIn, die die AJO e.V. betreut, sind Menschen mit Migrationshintergrund und/oder Fluchterfahrung. Hier bietet die Agnes-von-Hohenstaufenschule als zuständige Berufsfachschule die zweijährige Ausbildung mit einem hohen Anteil an Sprachunterricht an, den die AJO e.V. während der Ausbildungszeit durch berufsspezifischen Deutschunterricht und Stütz- und Förderunterricht ergänzt.

Die Einzelfallbetreuung und Begleitung der Azubis, die Vorbereitung auf eine Ausbildung in der Pflege, bis zur Begleitung bei Behördengängen und Anerkennungsverfahren für ausländische Zeugnisse im Rahmen des ESF-Programms „care4future“ stellte die Vorständin der AJO e.V., Petra Walter vor: von 106 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu Beginn haben 74 weiter gemacht und 45 stünden vor der Vermittlung – Zahlen, die bei allen Anerkennung auslösten und Hoffnung, bald weiteren, motivierten Nachwuchs zu sehen.

Veränderungs- und Verbesserungswünsche seitens der Ausbildungsbetriebe gab es viele: Meral Macionis vom „Haus Edelberg“ aus Schwäbisch Gmünd trat für eine schnellere Anerkennung von mitgebrachten Zeugnissen und Qualifikationen ein. „Das dauert ewig,“ sagte sie und regte an, auch ausländische Fachkräfte und nicht nur die Helfer im „care4Future“-Programm zu begleiten. Sprachschwierigkeiten, kulturelle Unterschiede und nicht zuletzt die Überwindung des Heimweh sei doch allen gemeinsam.

Mit einem dringenden Hilferuf meldete sich die stellvertretende Pflegedienstleiterin der Malteser für den ambulanten Bereich, Jenny Kurz, zu Wort. Corona führe zu einem Ausstieg der Pflegekräfte aus dem Beruf. „Wir sind am Limit,“ sagte sie und regte an, auch Quereinsteigern bessere Chancen zu geben. Außerdem seien die Vergütung von Dienstleistungen im ambulanten Bereich zu wenig auf die Bedürfnisse alter Menschen abgestellt.

Breiten Raum nahm die Diskussion über die Erfahrungen mit der jüngsten Ausbildungsreform ein, der sogenannten generalistischen Ausbildung, die den Krankenhaus- und Altenpflegebereich zu einem Ausbildungsgang zusammen gelegt hat. Nebeneffekt: Für den bereits 2jährig ausgebildeten Pflegehelfer verlängert sich die Ausbildungszeit um 3 Jahre, wenn er zur Fachkraft aufsteigen möchte. Das schrecke auch ab: „Wenn man Einzelfallprüfungen machen könnte und bisherige Ausbildungen zumindest teilweise anerkennen könnte, wäre das eine Ermutigung,“ so Petra Walter. Eine Lanze für die dreijährige Altenpflegeausbildung brach der stellvertretende Schulleiter der Agnes-von-Hohenstaufenschule, Reinhard Goldig: „Für die Migranten war die bisherige Ausbildung ideal, weil sie mit dem Berufs- auch den Hauptschulabschluss erwerben.“ Goldig verwies darauf, dass Interessenten sie schwer täten, einen Ausbildungsplatz zu finden, obwohl sie geeignet seien.

Die Praktikerinnen und Praktiker kritisierten, dass die SchülerInnen im ersten Jahr nur zuschauen dürften und auch im 2. Jahr weniger als 1% der Arbeit allein erledigen könnten. Das erschwere das Lernen. Gräßle regte an, für künftige Antragstellungen bei der EU auch die Behandlung von LongCOVID-Erkrankungen aufzunehmen.

Motiviert zeigten sich die beiden Altenpflegeschüler, Frau Bodnarash aus dem Melanchthonhaus und Herr Iziegbe aus dem Haus Edelberg: Sie sehen ihre Zukunft in der Pflege und wollen dort auch Karriere machen.
Wie kann die Altenpflege den Nachwuchs sichern? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines ersten Austauschs der Aktion Jugendberufshilfe in Ostwürttemberg (AJO) e.V., Vertreterinnen und Vertretern des Pflegebereichs, der zuständigen Berufsfachschule und der CDU-Bundestagskandidatin Dr. Inge Gräßle.

Ergebnis war eine Reihe von Vorschlägen und Forderungen aus dem Bereich Pflege – und eine Vereinbarung, künftig jährlich zusammen zu kommen, um den Dialog fortzusetzen. Eine Zielgruppe für die Ausbildung zur AltenpflegehelferIn, die die AJO e.V. betreut, sind Menschen mit Migrationshintergrund und/oder Fluchterfahrung. Hier bietet die Agnes-von-Hohenstaufenschule als zuständige Berufsfachschule die zweijährige Ausbildung mit einem hohen Anteil an Sprachunterricht an, den die AJO e.V. während der Ausbildungszeit durch berufsspezifischen Deutschunterricht und Stütz- und Förderunterricht ergänzt.

Die Einzelfallbetreuung und Begleitung der Azubis, die Vorbereitung auf eine Ausbildung in der Pflege, bis zur Begleitung bei Behördengängen und Anerkennungsverfahren für ausländische Zeugnisse im Rahmen des ESF-Programms „care4future“ stellte die Vorständin der AJO e.V., Petra Walter vor: von 106 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu Beginn haben 74 weiter gemacht und 45 stünden vor der Vermittlung – Zahlen, die bei allen Anerkennung auslösten und Hoffnung, bald weiteren, motivierten Nachwuchs zu sehen.

Veränderungs- und Verbesserungswünsche seitens der Ausbildungsbetriebe gab es viele: Meral Macionis vom „Haus Edelberg“ aus Schwäbisch Gmünd trat für eine schnellere Anerkennung von mitgebrachten Zeugnissen und Qualifikationen ein. „Das dauert ewig,“ sagte sie und regte an, auch ausländische Fachkräfte und nicht nur die Helfer im „care4Future“-Programm zu begleiten. Sprachschwierigkeiten, kulturelle Unterschiede und nicht zuletzt die Überwindung des Heimweh sei doch allen gemeinsam.

Mit einem dringenden Hilferuf meldete sich die stellvertretende Pflegedienstleiterin der Malteser für den ambulanten Bereich, Jenny Kurz, zu Wort. Corona führe zu einem Ausstieg der Pflegekräfte aus dem Beruf. „Wir sind am Limit,“ sagte sie und regte an, auch Quereinsteigern bessere Chancen zu geben. Außerdem seien die Vergütung von Dienstleistungen im ambulanten Bereich zu wenig auf die Bedürfnisse alter Menschen abgestellt.

Breiten Raum nahm die Diskussion über die Erfahrungen mit der jüngsten Ausbildungsreform ein, der sogenannten generalistischen Ausbildung, die den Krankenhaus- und Altenpflegebereich zu einem Ausbildungsgang zusammen gelegt hat. Nebeneffekt: Für den bereits 2jährig ausgebildeten Pflegehelfer verlängert sich die Ausbildungszeit um 3 Jahre, wenn er zur Fachkraft aufsteigen möchte. Das schrecke auch ab: „Wenn man Einzelfallprüfungen machen könnte und bisherige Ausbildungen zumindest teilweise anerkennen könnte, wäre das eine Ermutigung,“ so Petra Walter. Eine Lanze für die dreijährige Altenpflegeausbildung brach der stellvertretende Schulleiter der Agnes-von-Hohenstaufenschule, Reinhard Goldig: „Für die Migranten war die bisherige Ausbildung ideal, weil sie mit dem Berufs- auch den Hauptschulabschluss erwerben.“ Goldig verwies darauf, dass Interessenten sie schwer täten, einen Ausbildungsplatz zu finden, obwohl sie geeignet seien.

Die Praktikerinnen und Praktiker kritisierten, dass die SchülerInnen im ersten Jahr nur zuschauen dürften und auch im 2. Jahr weniger als 1% der Arbeit allein erledigen könnten. Das erschwere das Lernen. Gräßle regte an, für künftige Antragstellungen bei der EU auch die Behandlung von LongCOVID-Erkrankungen aufzunehmen.

Motiviert zeigten sich die beiden Altenpflegeschüler, Frau Bodnarash aus dem Melanchthonhaus und Herr Iziegbe aus dem Haus Edelberg: Sie sehen ihre Zukunft in der Pflege und wollen dort auch Karriere machen.

Tesat fordert einfacheres Verfahren bei Exportgütern ein

Besuch bei Tesat

Von links: Sven Rettig, Gregor Schäfer, Dr. Inge Gräßle, Dr. Marc Steckling

„Auf ein Unternehmen wie TESAT kann man nur stolz sein“ – dieses Fazit zog die CDU-Bundestagskandidatin Dr. Inge Gräßle bei einem Gespräch in Backnang mit CEO Dr. Marc Steckling, CFO Kerstin Basche, Sven Rettig und Gregor Schäfer. Die Bedingungen des Unternehmens am Standort, der Zugang zu europäischen Programmen wie das Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 und zu nationalen Förderprogrammen der Satellitenkommunikation und der Raumfahrttechnologie waren Gegenstand des Austauschs. „Wir brauchen Unterstützung in Berlin und Brüssel, Verständnis der Politik für das Potenzial des Geschäftsfeldes Laserkommunikation und bessere Regelungen für den internationalen Schutz des geistigen Eigentums“, so Steckling. Außerdem sei es unbedingt erforderlich, die Berliner Verfahren bei Exportgenehmigungen für „Dual Use Güter“ zu verbessern, die zivil und militärisch genutzt werden können.

„Die teilweise lange Dauer und die fehlenden zeitlichen Vorgaben im Entscheidungsprozess verunsichern potentiell Kunden und gefährden dadurch potentiell Aufträge“, so Rettig. TESAT brauche die Unterstützung aller politischen Ebenen, um weiter als Marktführer in der Satellitenkommunikation bestehen zu können. Leider seien die Programme der europäischen Union für TESAT schwer erreichbar, da das Bewerbungsverfahren sehr komplexe Anforderungen stelle. Gräßle sicherte dem Unternehmen ihre Unterstützung zu und wird sich bemühen, den Luft- und Raumfahrtkoordinator der Bundesregierung nach Backnang zu holen. Dasselbe sicherte sie auch dem DeSK e.V. – Deutsches Zentrum für Satelliten-Kommunikation – zu, bei dem sich ein Besuch und eine Führung durch den Ehrenvorsitzenden Reinhard Schnabel anschloss. „Die Begeisterung des TESAT und des DeSK-Management für die Raumfahrt finde ich großartig“, sagte Gräßle und fügte hinzu: „TESAT und das DeSK stehen auch für einen Menschheitstraum – die Entdeckung des Weltalls. Das Backnang hier an vorderster Position steht macht uns alle stolz.“

Landwirtschaft fordert faire Bedingungen für den Berufsstand ein

Landwirtschaft fordert faire Bedingungen für den Berufsstand ein

Von links: Dr. Inge Gräßle, Michael Weber, Hubert Kucher

Die Wünsche und Sorgen der Landwirtschaft waren Gegenstand eines Gesprächs zwischen dem Kreisvorsitzenden Ostalb des Landesbauernverbandes Hubert Kucher und der CDU-Bundestagskandidatin Dr. Inge Gräßle beim Schlatthof-Bauern Michael Weber in Waldstetten. Bei dem Gespräch unter Corona-Bedingungen forderte Kucher eindringlich Vereinfachungen für die Landwirte ein. „Die Berufsgenossenschaft verlangt von uns Sicherheitskurse, die über mehrere Tage stattfinden“, sagte Kucher, obwohl die Landwirte viele Jahre auf dem Sektor aktiv seien und Kompetenzen hätten. Solche Vorschriften müssten verhältnismäßig sein und der tatsächlichen Gefährdungslage angepasst sein.

Das Gespräch drehte sich auch um die Lage der Milchviehalter, für die neben einem auskömmlichen Milchpreis auch Futterflächen wichtig seien. „Wir sehen, dass Auflagen des Gesetzgebers wie Fotovoltaik in Konkurrenz treten zur Nahrungsmittel- und Futterproduktion“, so Schlatthof-Bauer Michael Weber. „Wir wollen aber Bauern sein und keine Grundstücksspekulanten.“ Kucher und Weber wünschten sich, dass alle politischen Ebenen dem Thema Fläschenverbrauch und Flächensparen mehr Aufmerksamkeit widmeten. Kucher kündigte an, dass er hierfür eine Initiative mit allen Städten und Gemeinden im Ostalbkreis starten will. So sei es wichtig, Parkhäuser an Einkaufszentren zu bauen, um Autos von den Flächen in die Höhen zu bringen. Auf der Forderungsliste der Landwirtschaft standen auch die Erleichterung bei der Hofübergabe an Dritte, um Betrieben eine Zukunft zu geben, auch wenn kein Hofnachfolger aus der Familie bereitstehe. Der Erhalt des bisherigen Vorsteuerabzuges der Mehrwertsteuer sei bedeutsam, um Bürokratie und Einkommensverluste für die Bauernfamilien zu vermeiden. Landwirtschaft der Zukunft bedeutet Einsatz moderner Technologien, die jetzt erforscht werden müssten: „Wenn es einen Roboter gäbe, der das Feld regelmäßig hackt, kann dies den Verzicht auf den Einsatz von Pflanzenschutzmittel bringen“, so Weber.

An dem Gespräch nahm auch die Schwäbisch Gmünder Stadträtin Daniela Dinser teil, deren Anliegen, der Verbraucherschutz, Weber aufgriff und Gräßle seine Initiativen für eine transparente Landwirtschaft vorstellte: „Die Kinder und Jugendlichen an die Landwirtschaft heranführen, ist eine wichtige Aufgabe.“ Besuche von Schulklassen auf dem Hof, Praktika und Ausbildung seien dafür die richtigen Maßnahmen. Es sei auch wichtig zu zeigen, dass landwirtschaftlicher Anbau zum Erhalt der Artenvielfalt und zum Insektenschutz beitrage.

Gräßle sicherte den beiden Landwirten die Unterstützungen für den Berufsstand zu: „Unsere Bauernfamilien sind die Pfeiler des ländlichen Raumes. Ihre Arbeit ist für eine sichere und nachhaltige, wohnortnahe Anbau unserer Lebensmittel überlebenswichtig.“ Sie komme selbst aus einer Bauernfamilie und wisse um die Freude am Beruf und um die Last, die Eingriffe Dritter mit sich bringen. „Mein Vater war Bauer mit Leib und Seele. Auch dann noch, als er in der Industrie arbeiten musste,“ so Gräßle.